Nach 220 Tagen ...
- georgunbehaun
- Apr 11, 2022
- 2 min read

... schließen wir das Projekt "Unbehauns WorldsTour" ab mit einem finalen Fazit, in Form eines Fragebogens. Und dann ist auch gut. Hier der offizielle Abschlussbericht - nach 220 Tagen, mehr als 120.000 Kilometern und mehr als 5 Kilo körperlicher Erweiterung (bei neuem Nachwuchs nehmen die Männer im Schnitt nur 4 Kilo zu, die Gesamtkosten sind aber wesentlich höher).
Was waren Eure größten Überraschungen?
Einfaches Reisen mit Tanjas Kopf-'Staubsauger' namens Optune: alle Security-Leute waren rücksichtsvoll, professionell und zuvorkommend - weltweit.
Reisen mit Chemo: Tanja schluckte ihre Tabletten auf den Seychellen, auf Hawai'i und auf Tahiti - und fühlte sich ein wenig schlapp (!).
Freundlichkeit und Respekt überall: Vielleicht freuten sich manche, dass endlich wieder Touries die Kassen füllen, aber wahrscheinlich war es eher herzliche Gastfreundschaft, die aus dem Herzen kommt.
Was waren Eure größten Enttäuschungen?
Ob Finnland oder Island: Wir haben sie gejagt, haben das Internet eingesetzt, sind mit dem Auto ad hoc in die Pampa gefahren - und haben trotzdem keine echte Aurora borealis gesehen.
Ein wesentlicher Teil dieser Erde war uns dank Corona verschlossen: Asien, Australien und Neuseeland waren geschlossen - für uns als Herausforderung für eine nächste Reise, wenn ich in Rente gehen werde.
Eigentlich wollten wir die Chance haben, Land & Leute richtig zu kennenzulernen und zu erleben; das war bei unserer Art der Reiserei nicht möglich - im Kern hatten wir 14 Kurzurlaube und keine Weltreise.
Was hättet ihr besser machen können?
Weniger essen - das gilt nur für mich, meine Damen sind fit und schlank. Es warten nun harte Wochen auf mich.
Wo wollt Ihr nochmal hin?
Nach Bordeaux, weil es eine inspirierende, junge Stadt ist
ins Loire-Tal, weil es den Zauber des Mittelalters erlebbar macht:
in die Bretagne, weil sie eine fantastische Symphonie aus Lebenslust, Naturgewalten, Meeresfaszination und edler Völlerei ist;
nach Namibia, weil die Natur hier in ihrer vermeintlichen Kargheit ein Fest feiert;
auf Island, weil hier die Weltennatur geboren wurde.
Mit was hat Euch so manches Land überrascht?
Island verlangt 40% Steuern für Alkohol.
In Namibia gibt’s die besten Landjäger-Würste
Nach Polynesien dürfen keine Orangen eingeführt werden
In Hawaii trägt niemand Hawaii-Hemden
Bora Bora hat die größte Anzahl an potthässlichen Hunden pro Einwohner
Was hättet Ihr anders erwartet?
Mehr Tiere, aber das war sicher der Tatsache geschuldet, dass wir nicht in Asien und öfter auf Inseln unterwegs waren.
Was es praktisch überall gibt: Hühner; gerne mitten auf der Straße, außer in New York, hier nur in frittierter Form bei Kentucky Fried Chicken. Und manchmal, wenn die männlichen Vertreter um 3 Uhr morgens beschlossen, den Tag akustisch zu begrüßen, war der Wunsch stark, sie dann doch lieber in Form von Chicken Mc Nuggets zu erleben.
Was hat Euch genervt?
Reiserei zu Luft und zu Land
Die ewige Corona-Testerei
Was habt Ihr vermisst?
Freunde nicht treffen
Unsere Katzen
Das eigene Bett
Die beiden Flaschen Gin, die ich um den halben Globus geschleppt und dann am Flughafen von Papeete stehen gelassen habe
Was habt Ihr nicht vermisst?
Den deutschen Winter
Was habt ihr gelernt?
Familie ist anstrengend, hält aber zusammen, wenn's drauf ankommt.
Die Welt ist einfach fantastisch.
Da wollen wir nochmal hin (als Start in die Rente?)
Wie geht es jetzt weiter?
Back to Normal;
Start in neue Lebensabschnitte - ob Job-Resozialisierung, Studienbeginn oder karitative Tätigkeit bei der Tafel Starnberg.
Den Blog werde ich weiter schreiben. Das ganze Leben ist eine Reise, und davon kann man berichten. Solange ich noch Leser habe werde ich das tun.
Also: Bis bald!



Servus Georg. Love it as usual. Asia must be next and you know whom to ask for guidance :):) If you were concerned about 40% tax on alcohol in Iceland then you will get a rude awakening in Thailand 150%+, Indonesia 320%+ and India 450%+. Aber kein Problem es gibt dort eine Menge selbstgebrannten Alkohol aus der Rinde der Palmen, eingelegt mit Skorpionen und Schlangen, der zur kurzzeitigen Erblindung fuehren kann. Es war mir aber moeglich am naechsten Morgen meine eigenen Zaehne zu putzen, ungluecklicherweise mit der Klobuerste
Danke Schorsch für deine kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Reisegeschichten! Schade das sie vorbei sind! Wünschen euch erstmal weiterhin alles Gute für eure neuen/alten Projekte!