Betrifft: Führung
- georgunbehaun
- Oct 19, 2024
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Abraham, Jesus, Karl der Große, Dschingis Khan, Stalin, Angela Merkel … Führer bestimmen die den Lauf der Weltgeschichte. Und auch Unternehmen brauchen Führung. Toll, was man dabei alles falsch machen kann. Hier die bekanntesten Führungsstile und warum sie uns nicht retten werden. Um nicht nur schwarz zu malen, gibt’s auch Erklärungen, wie es trotzdem ein gutes Ende nehmen kann mit der Führung von Nationen und Unternehmen.
Ach, was waren das für übersichtliche Zeiten, als der Chef noch der Chef war und man das tat, was der Chef sagte. Punkt. Und wenn man nicht das leistete, was der Boss erwartete, dann gab’s was auf die Pfoten und einen Eintrag in die Personalakte. Eigeninitiative wurde nur selten gerne gesehen, und man musste sich gedulden, bis der Vorgesetzte endlich befördert wurde oder in Rente ging, um dann selbst so ein Mister Controletti zu werden.
Management by Controlling nannte man das Ganze. Heute sieht das natürlich ganz anders aus: jetzt nennt man das Management by Objectives. Ist dasselbe, klingt aber besser. Eigentlich eine Art Entmündigung, bei der man aus den Unternehmenszielen Aufgaben für den Galeeren-Sträfling ableitet und die der leitende Manager dann - na was wohl? kontrolliert.
Eine andere Art der Führung ist Management by Delegation. Das ist besonders beliebt bei stinkfaulen Vorgesetzten. Man schiebt die operative Verantwortung weiter an die untere Ebene und sonnt sich im Erfolg. Und wenn’s nicht klappt, war der Mitarbeiter eben unfähig.
Es geht noch fauler, das nennt sich dann: Management by Exception. Bei dieser Variante bekommt der Untergebene auch noch offiziell und ausnahmsweise (exception) die Verantwortung. Sozusagen als King or Queen for a Day. Aber ohne Gehaltsaufbesserung, und danach wieder hübsch zurück ains Glied, bitte.
Letzte Variante: Management by Decision Rules, klingt besonders spannend. In Deutsch heißt das: Führung durch Entscheidungsregeln. Das ist geeignet für das Steuern von mentalen Vollpfosten. So erhalten die angestellten Dussel für jede mögliche Situation eine Arbeitsanweisung, ohne dass der Chef jedes Mal persönlich eingreifen muss.
Toll, wie sich das Arbeitsleben so in den Jahren verändert hat. Naja. Im Kern sollte es doch um etwas ganz anderes gehen: um das Management by Motivation, also eine individuelle Führung und Förderung von Mitarbeitern, ihre gemeinsam definierten Ziele zu erreichen. Ganz ehrlich: alles andere ist Blödsinn. Aber wie schon der zottelige Außerirdische Alf alias Gordon Shumway meinte:
„Etwas nicht zu können, ist noch lange kein Grund, es nicht zu tun.“



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