Nach 119 Tagen ...
- georgunbehaun
- Dec 30, 2021
- 2 min read

… Ist es mal angesagt, ein wenig über New York zu plaudern. Mein Großonkel Rudi meinte einmal: Ich muss einen Kuhfladen nicht probieren, um zu wissen, dass er mir nicht schmeckt. Kann ich nachvollziehen. Und so mag es manchen Menschen auch mit dieser Stadt gehen: man liebt sie eben oder kann sie einfach nicht ausstehen. Und wer hat nun Recht?
Man könnte sie so beschreiben: „Boah ey - einfach mega, wow, alles in Motion, Sex and the City, King of Queens, der Hammer, überall Lichter, gigantische Viideo-Leinwände, Häuser bis in den Himmel, alles pulsiert, toll gekleidete Hipster und Businessleute, schicke angesagte Lokale - und dann einfach nur: Shopping, Shopping, Shopping 😊“
Oder alternativ: „Eine Stadt, die niemals schläft: na, toll. Beim Menschen kann andauernde Schlaflosigkeit zu ernsthaften gesundheitlichen und seelischen Schäden führen, und ich habe noch keine Eltern kennengelernt, die sonderlich stolz darauf sind, wenn ihr Neugeborenes schreiend die Nacht zum Tag macht.“
Man hat hier dauernd das Gefühl, durch gigantische Filmkulissen zu stolpern, in denen man alles schon einmal gesehen oder gehört hat - in unzähligen Filmen, Serien, Songs, Musicals. Alles irgendwie bekannt und auch nicht. Da vermischen sich Wahrnehmung mit Erlebtem und eigenen Fantasien. Irgendwie irritierend.
Was hat uns ´Big Apple‘ nicht alles gebracht: gelbe Taxis, hässliche Tassen mit ‚I ❤️NY' drauf, King Kong am Empire State Building - und die Rapmusik. Na, vielen Dank dafür. Das Leben wäre auch ohne ganz schön gewesen.
Thema Nahrungsaufnahme: Was man unbedingt vermeiden sollte, ist eine Kostprobe der kulinarischen Köstlichkeiten an den diversen mobilen Verkaufsständen. Da reiht sich eine angeblich italienische Wurst in einer Labber-Semmel an explodiertem Halal-Lamm und alten Fritten. Ein Blick auf den mobilen Koch in seiner Wutze reicht normalerweise schon als Abschreckung. Und bei dem, was man einem hier als sogenannte Pretzel anbietet, würde sich mancher in Bayern einen körperlichen Verweis verdienen.
Überall bekommt man Wasser kostenlos zum Essen dazu. Der Geschmack erinnert einen an die Zeit, als man im überfüllten Freibad unter Wasser geriet und dann unfreiwillig einen Cocktail aus Restwasser, Chlor und Urin verschluckte. Besser ist es hier mit dem Bier: das schmeckt wenigstens nach gar nichts.
Und der New Yorker an sich: mit einem herzhaften Schuss Unfreundlichkeit hilft er Dir durchs Leben, außer die Taxifahrer: die sind hier besonders freundlich und unterscheiden sich damit wesentlich von den unseren. Der Gebrauch der Hupe ist sehr beliebt und gibt einem jederzeit das Gefühl, nicht allein zu sein - Tag und Nacht.
Fazit: Was ist sie nun, die Stadt der Städte, die heimliche Hauptstadt der Welt - eher super-cool oder eher super-nervig? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und rede mich hiermit raus: sie ist für mich beides, je nach Stimmung, Tageszeit, Temperatur und Geldbeutel-Inhalt. Also: man muss ihn eben doch probieren, den Kuhfladen.



Und was sagen Deine beiden Allerliebsten über NY? Darüber schreibst Du gar nix.
Ich schätze mal, dass Deinen beiden Mädels NY ziemlich gut gefallen hat, wie damals Ruth und mir auch... das ist jetzt 22 Jahre her... und der Jörg bestätigt natürlich Deinen Onkel in puncto Kuhfladen... aber der Jörg hat ja selbst die Funktion eines Onkels, was soll da schon anderes rauskommen? Küsse nach Hawaii für alle DREI
Haltet durch 😁,immer dran denken es folgt Hawaii 🌴
einen guten Rutsch in ein neues Jahr mit Optimismus und Zuversicht,
with love, Erika
Love it Schorsch well written
...Ich weiß genau was du meinst! Ich habe den Hype um diese Stadt nie verstanden. Es gibt weit aufregendere. Trotzdem viel Spaß noch dort und vor allem einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Bis bald Nicola
Wiedermal sehr schon geschrieben! Ich bin auch nicht so der NY Fan. Aber hei, nix gegen NY Tassen 😂 Guten Rutsch und schöne Weiterreise!