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Betrifft: ÖPNV




Fett draufhauen auf den unfähigen und unzuverlässigen Öffentlichen Personen-Nahverkehr? Weiß nicht. Kann jeder. Schönreden, dass nicht alles schlecht dran ist? Naja, es ist eben doch alles schlecht, wenn man im Regen vergeblich auf den Bus wartet. Neue Wege andenken? Ja, kann man zumindest mal probieren. Also: Wie sollte der Öh-Pe-En-Vau von morgen aussehen? Eins ist mal sicher: nicht so wie heute.


Was wäre mir so wichtig, dass ich bereit wäre, auf eine bequeme Autofahrt zu verzichten? Sicher nicht die Tatsache, dass die Stadtverwaltungen das Auto diskriminieren durch Fahrtverengungen oder Parkplatz-Abbau. Meine schöne neue ÖPNV-Welt sieht anders aus.


Ich will den nächsten Bus oder die nächste Bahn ganz in meiner Nähe haben, also maximal 10 Minuten Laufzeit. Wenn‘s länger dauern würde, dann will ich einen Taxi-Service online ordern können. Die Fahrfrequenz muss zuverlässig und regelmäßig organisiert sein. Bei Änderungen will ich das proaktiv und rechtzeitig erfahren, inklusive alternativer Fahrtmögichkeiten.


Die öffentlichen Fahrzeuge müssen sauber und dürfen nicht überfüllt sein. Der Preis muss fair und alle Buchungen simpel übers Handy reslisierbar sein. Und wenn mal gar nichts mehr geht, kann ich ein Taxi kostenlos nutzen.


Unrealistische Wunschvorstellungen? Wolkenkuckucksheim lässt grüßen? Nö. Es ist eine Frage unsres Willens und der Entscheidung, was uns eine funktionierende mobile Infrastruktur wert ist. Natürlich kostet das. Aber unsere heutige Kfz-dominierte mobile Welt hat auch ihren Preis, und der ist nicht ohne.


Wir müssen eine robuste Gesamtrechnung aufstellen und alles quantitativ berücksichtigen. Da gehört rein: die krankmachenden Abgase, die Bodenversiegelung, die Spritkosten, die Folgekosten der Klimakatastrophe und die Anschaffungskosten fürs neue Auto.


Und trotzdem: die Kommunen sind ja bekanntlich immer klamm, wer soll denn das Ganze bezahlen? Durch eine ausgewogene Mischung aus einsparen und investieren. Frage: wie viele Bewohner betreut ein kommunaler Angestellter im bundesdeutschen Durchschnitt? Zwischen 25 und 35 Einwohner pro Mitarbeiter. Unglaublich, aber wahr. Mit der konsequenten Umsetzung von Online-Services und Automatisierungen inklusive Künstlicher Intelligenz ergeben sich gigantische Einspar-Potenziale.


Zum anderen brauchen wir attraktive Investitionsmodelle für interessierte Anleger. Denn dieses Investment ist davon geprägt, dass es erst in mehreren Jahren profitabel sein wird. Aber bei konsequenter Orientierung an der erwähnten Gesamtkalkulation lohnt es sich eben doch nach ein paar Jahren.


Dann klappt‘s auch mit dem ÖPNV.

 
 
 

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