Betrifft: Verkehrsregeln
- georgunbehaun
- Jul 8, 2022
- 2 min read

Erich Kästner hat einmal gereimt: "Die Leute sagen immer, es wird immer schlimmer." Oder in den Worten des größten Münchner humoristischen Philosophen, Karl Valentin: "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war." Das ist natürlich purer Kulturpessimismus, macht ein wenig depressiv und stimmt meistens nicht. Sehr wohl aber, wenn's drum geht, den kleinen unschuldigen Verkehrsteilnehmer zu quälen, zu nötigen, zu drangsalieren - sorry, das muss jetzt mal raus.
Kann sich jemand noch an die Headline erinnern: "Münchner Sonnenstraße nun wieder mit 50 km/h freigegeben"? Nein? Logisch, sie entspringt meiner Phantasie, denn solche Nachrichten sind völlig unrealistisch. Alles wird mehr und mehr und mehr limitiert, und das nervt gewaltig.
Ganz schlimm ist es, wenn sich grünes Gutmensch-Denken mit zu viel Geld und politischem Einfluss ins Bett legt: Dann werden ganz normale Straßen zu Fahrradstraßen, Spielstraßen, Einbahnstraßen, verkehrsberuhigte Straßen. Das wird von den Stadträten ganz schnell durchgewunken - eine völlig überflüssige Ansammlung an Anwälten, Lehrern und anderen Zeitgenossen, die zu viel Zeit haben. Und 50 Stundenkilometer-Straßen in der Stadt werden zur Rennstrecke, weil die 30 km/h-Zonen sich ausweiten wie die Omikron-Viren im Freibad.
Begründung ist meist: Schneckentempo bedeutet mehr Verkehrssicherheit. Sicher, sicher. Seit Jahrzehnten geht die Unfallrate auf Deutschlands Straßen runter. Man kann natürlich die Rate auf null runterbekommen: einfach den gesamten Verkehr verbieten, why not?!
Man muss die Entwicklung nur fortschreiben, dann wird eines Tages der Verkehr komplett stillstehen, und danach wird rückwärts gefahren. Dann sollte man sich einen alten Daf Variomatic kaufen, der fährt vorwärts genauso schnell wie rückwärts - das macht Spaß!
Andere scheinheilige Entschuldigung für das Abbremsen jeglichen Verkehrs: Lärmschutz. Wenn ich nach München reinfahre, darf ich nun statt 80 nur noch 60 fahren. Die einzigen annähernd menschlichen Wesen, die an der Einfahrtsstraße wohnen, sind die selig Verblichenen, die im Westfriedhof verbuddelt sind. Aber: brauchen die wirklich Lärmschutz?
Parkplätze werden abgebaut, Parkgebühren knallen in die Höhe, Radspuren queren die Straßen, Polder versperren Straßen und Wege, Bußgelder steigen schneller als der Meeresspiegel, Fußgängerzonen breiten sich aus ...
Mittlerweile bin ich zum veritablen Verkehrsrebellen mutiert: Ich fahre in Lärmschutzzonen bevorzugt im ersten Gang, bei offenem Fenster und voll aufgedrehter Musikanlage. Und wenn ich eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige sehe, dann gebe ich Gas, damit ich ja keinen grünen Smiley sehen muss. Das haben sie aus mir gemacht: einen Straßenrebellen. Herzlichen Glückwunsch auch!
Am besten ich schmeiße meine Autoschlüssel weg, motte das Motorrad ein, verscherbel die Vespa, lege mir einen motorisierten Rollator zu und brettere ohne Beachtung von irgendwelchen Regeln quer durch die Rabatten. Oder schnalle mir meine Wanderstiefel an und latsche durch die Heide, bis die Socken qualmen.
Ist eh' gesünder.



We zijn duidelijk familie 😅, ik krijg van de toenemende snelheidsbeperkingen, fietsstraten en schokbrekers brekende verkeersdrempels in ons Belgenland nu en dan lichte moordneigingen. Je mooi geschetste frustratie tovert dan weer een glimlach op mijn gezicht en ik hou het bij rebelleren zonder schade te genereren. Zwaai zwaai, Bye Bye
Good ideas - I take you for granted 😊
Schorsch how about another topic just to stimulate your brain waves: Nackte im Englischen Garten oder Benehmen im Biergarten oder Leberkaes Wurstsemmeln und Bild Zeitung oder In der Schneiderweissen zum Fruehstueck vor der Vorlesung mit 3 Affen
Servus Schorsch very nice love it