Betrifft: Veganer
- georgunbehaun
- Nov 26, 2022
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Diesmal gibt es an dieser Stelle weiterführende und hilfreiche Gedanken zu einer ganz besonderen Art von pflanzenfressenden Vögeln: den Veganern. Sie stressen jeden Gastgeber, der sich nach einem vergeigten Dinner denkt: ‚Hätte ich der blöden Pute doch einfach eine Staude Sellerie hingeschmissen, die hätte sich wahrscheinlich sogar noch darüber gefreut.‘ Es ist gar nicht so einfach mit den Veganern.
Man kennt das: Es gibt wichtigtuerische Leute, die nie bestellen, was auf der Karte steht, sondern immer irgendwelche Sonderlocken und Extrawürste haben wollen: „Ich hätte gerne das Schnitzel mit Pommes, Preiselbeeren und Salat, aber statt der Pommes bitte Bratkartoffeln. Und den Salat bitte ohne Zwiebeln und Pfeffer, dafür bitte Apfelmus statt der Preiselbeeren.“ Aber die sind geradezu jungfräulich gegen die karniforischen Totalverweigerer.
„Haben Sie Mineralwasser, das wirklich vegan ist?“ „Honig? Nee, ich beute doch keine Bienen aus!“ „Ich hätte jetzt richtig Lust auf ein Tofu-Tier.“ „Einmal den Bunten Sommersalat, aber bitte ohne Paprika und Zwiebeln; wenn Sellerie drin ist, bitte auch weglassen, und nur wenig Tomaten.“ Du kriegst die Tür nicht zu.
Die haben dann auch noch meist Allergien gegen alles mögliche: „Haben Sie laktosefreie Milch?“ „Sind Sie ganz sicher, dass da keine Haselnuss-Reste drin sind?“ „Ich brauche einen schattigen Platz wegen meiner Sonnenallergie.“ „Also - Kiwi würde mich auf der Stelle töten.“ Ganze zwei Prozent aller Deutschen haben eine echte Lebensmittel-Allergie, aber jeder fünfte bildet sich ein, er wäre Allergiker. Und bei den Veganern liegt die Quote wahrscheinlich bei über 95 Prozent. Was für Spinner.
Aber es geht noch wirrer: Die Fruktarier nehmen nur Zellstoff auf, den Pflanzen freiwillig abgeben, ganz ohne sich darüber zu beschweren. Beispielsweise sind Früchte tabu, die produziert die Pflanze schließlich nicht für die rücksichtslosen Zweibeiner, sondern für sich selbst, die egoistische Kuh - sorry, falsches Wortbild. Getreide geht übrigens, schließlich ist die Ähre ja schon tot, wenn man ihr die Körner aus dem Körper drischt. Seltsame Moral, das.
Ich persönlich habe nichts gegen die Veganer und sonstige kulinarischen Weltverbesserer. Zumindest nichts, was hilft. Aber ehrlich: Soll doch jeder an seiner vegan gestreichelten Pastinake lutschen, wenn‘s ihm Spaß macht. Aber bitte leise, ganz ohne moralische Akustik-Beilagen.
Frommer Wunsch, kann man vergessen. Denn der Veganese hat schließlich die Moral für sich gepachtet und verkündet seine essbare Ersatzreligion jedem, den es nicht die Bohne interessiert - das war jetzt mal ein richtiges Wortbild.
Am besten kann er Vorwürfe zur verdauungstechnischen Bekehrung.
„Ist Dir eigentlich klar, dass Du da totes Tier in Dich reinstopfst?“ „Jeder, der Hühnchen verzehrt, sollte dazu gezwungen werden, mal ein Hühner-KZ aufzusuchen.“ „Das Klima kollabiert, und Du verschlingst Kühe, deren Furze uns alle in den Untergang hinabwehen.“ Der politisch korrekt schlabbernde Gutmensch gegen die gierig verfressenen Tiermörder.
Diese Vermenschlichung von Tieren und Pflanzen, das nervt, und zwar ganz gewaltig. Deshalb reicht’s mir jetzt mit dem ganzen moralinsauren Rechthaber-Geschwafel.
Ich schlage jetzt zurück: Beim meinem nächsten Apfel beiße ich besonders fest zu, auf dass seine Körpersäfte nur so durch die Gegend spritzen. Anschließend zermalme ich sein weißes Fleisch mit sadistischem Genuss. Und schließlich schaue ich ihm gnadenlos dabei zu, wie er langsam braun wird.
Der Arsch.



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