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Betrifft: Schweden




Wer braucht Schweden? Ganz ehrlich: ich nicht. Irgendwie gibt’s alles schon, was es hier gibt. Und wenn es etwas gibt, das es nur wegen Schweden gibt, dann braucht es das gar nicht zu geben, weil es keiner braucht. Das fängt bei Ikea an und hört bei Volvo noch lange nicht auf.


Das geht schon los mit teurem Alkohol, damit die Blau-Gelb-Gestreiften nicht die Schotflinte ins Gesicht entladen dank der endlos langen Winterabende, die so auch niemand sonst gebrauchen kann. Als Kompensation futtern sie klebrige Rindergelatine in Form von quietschfarbigen Bonbons, die einen im Dunkeln leuchten lassen.


Als Ausgleich zur süßen Kalorienbombe nimmt der gemeine Schwede Unmengen von bräunlich-schwarzer Lakritz zu sich. Das quillt im Rachen auf die zehnfache Menge auf und verhindert kurzfristig eine weitere Nahrungsaufnahme. Was auch besser so ist. Denn außerhalb der Metropolen im Süden werden Obst und Gemüse monatelang auf abgemagerten Eselsrücken durch die Weiten der samischen Tundra geschleift, um dann ungenießbar in den polarkreisnahen Regalen zu landen. Das erklärt die landesweit erbleichte Haarpracht, in anderen Ländern als blond bezeichnet.


Fisch ist ok, den gibt’s ausreichend und man kann da beim Zubereiten auch nicht viel falsch machen. Das wars dann. Knäckebrot ist festgetretener Lehm, Kötbolla sind fermentierte Stopfware aus alten Kühen und Elch oder Rentier schmecken nicht. Das einzige, was essbar ist, sind Zimtschnecken, aber davon kann man sich schließlich nicht ein Schwedenleben lang ernähren.


Hey, gehts noch schlimmer? Yep: Surströmming. Kleine Ostseeheringe werden im Frühjahr gefangen, gesalzen und nach Belieben gären gelassen, bevor sie etwa einen Monat, bevor sie auf die Tische und in die Geschäfte kommen, in eine Dose gefüllt werden. Der Fermentationsprozess setzt sich in der Dose fort und führt zu einer prall gefüllten Dose mit fermentiertem Hering. Oder stinkender Fisch, wie manche sagen würden. Die Fermentation geht von einem Milchsäureenzym in der Wirbelsäule des Fisches aus. Dieser Fraß ist übrigens in Deutschland verboten. Die spinnen, die Schweden.


Und da wäre noch die nicht minder gefährliche akustische Umweltverschmutzung, denn dem Menschen wird ja nicht nur vom faulen Fisch allein schlecht. Und die hat einen schlichten Namen als Palindrom (Wörter , die vorwärts wie rückwärts gleich klingen, Hinweis des klugscheißerischen Verfassers): Abba.


Diesem gesungenen Hörsturz haben die Stockholmer sogar ein eigenes Museum gewidmet. Aber statt zur Abschreckung gibt’s hier alle blindmachenden Kostüme und Musikgerät-Atrappen der Notenfolterer. All die fürchterlichen Lalas, die man in den letzten Jahrzehnten erfolgreich aus dem musischen Bewußtsein verbannen konnte, quillen wieder aus den Untiefen und verkleistern die Synapsen.


Das war doch alles nicht so schlimm? Oooh doch. Man erinnere sich: das ewig widerhallende Klimperklamper von ‚Dancing Queen‘, das unbeholfene Hintergrund-Gestammel bei ‚Supapaaa Troopapaaa‘,  das fürchterlich schunkelige ‚Ciquitita‘, der blecherne Bigband-Sound bei ‚I-Do-I-Do-I-Do-I-Do-I-Do‘.


Mama Mia!

 
 
 

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