top of page
Search

Betrifft: Pflanzen


Ich weiß noch gar nicht so richtig, warum ich über dieses fade Thema hier aufklären will. Die meisten Gewächse sind meines Wissens nach stinklangweilig, stehen unmotiviert in der Gegend rum und machen praktisch nichts außer mega-langsam zu wachsen und Biomüll zu produzieren. Öde. Heute gibt’s minder Wissenswertes über vegetarische Lebensmittel.


Nun gut, um ihre Blätter oder Nadeln grün zu färben (warum eigentlich ausgerechnet grün? Ich mag kein grün), produzieren sie Sauerstoff. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken, das ist durchaus zuvorkommend von Ihnen und bietet entscheidende Vorteile, gerade beim Atmen.


Aber andererseits rutscht man im Herbst auf ihren sterblichen Überresten aus, die sie überall achtlos wegwerfen. Oder knallt mit dem Ford Clio gegen die größeren Exemplare der schweigenden Spezies, weil die ausgerechnet immer da zufällig rumstehen, wo man gerade entlang schlittert. Das kann ganz schön weh tun. Und ich bin mir gar nicht so sicher, dass das wirklich immer Zufall ist. Kann auch Vorsatz sein.


Von wegen: friedliche Bäume. Wenn der bayerische Ministerpräsident sie ab und zu umarmt, dann ist er meines Erachtens mächtig auf dem Holzweg. Denn die tun nur so pazifistisch. Die meisten der pflanzlichen Monster haben es in Wirklichkeit faustdick hinter den Ohren.


Der deutsche Naturforscher und Baumversteher Peter Wohlleben hat festgestellt, dass die veganen Holzproduzenten über ihre Wurzeln miteinander kommunizieren. Nicht schlecht, oder? Da wird unterirdisch geratscht und getratscht im Wald, wahrscheinlich jede Menge Schlechtes über die bösen Menschen gelabert, und wir haben die ganze Zeit nichts davon mitbekommen. Dann heißt es wahrscheinlich: „Schau mal, da kommt wieder der dicke Schosch und trampelt auf unseren Füßen rum, dem stellen wir mal einfach eine Wurzel.“ Und ich dachte immer, der verstauchte Fuß sei meine trampelige Schuld. Hinterfotzig - aber auch raffiniert, das muss man ihnen lassen.


Ich war nicht immer nett zu meinen Pflanzen. Oftmals habe ich vergessen, ihnen Wasser zu geben, was sie mir meist recht übel genommen haben. Vielleicht hätte ich mal mit ihnen reden sollen, so wie es King Charles mit seinen Rosen gemacht hat. Wäre vielleicht ein interessanter Dialog geworden: „Hey, und was machst Du so?“ „Ach, Du, ich häng hier so rum …“ Am längsten hielt bei mir ein lila Usambara-Veilchen, das war allerdings aus Plastik.


Blümchen unterscheiden sich vom Rest der Chlorophyll-Produzenten aufgrund der Tatsache, dass sie meist mehr Farben beherrschen. Das ist äußerst attraktiv für bestäubende Insekten wie auch für menschliche Weibchen. Sie helfen bei fälligen Geburtstagen und bei längst fäligen Entschuldigungen. Blumen kommt immer gut. Warum, weiß ich nicht, sie landen doch eh am nächsten Tag auf den Komposthaufen.


Versteh einer die Frauen.

 
 
 

Comments


Designed by SCHOSCHWORX 2023

bottom of page