Betrifft: Meteorologen
- georgunbehaun
- Dec 2, 2023
- 2 min read
Updated: Feb 10, 2024

Alle -logen lügen. Und das sage ich als Politologe. Aber niemand tut das so unverschämt und dauerhaft wie die Kollegen von der Kaltfront, die uns täglich weismachen wollen, sie könnten in die Zukunft schauen. Was für ein Fake. Ob Hochkeil, Cirrocumulus oder Isobaren: Die Wetterfrösche haben keinen Dunst, von was sie da faseln, verdienen aber Geld damit. Ein warnender Blog.
Im Fernsehen sind die Wetterpropheten meist irgendwie komisch - logisch, wer will schon einen Job haben, der in der Beliebtheit knapp hinter Trickbetrüger und vor Versicherungsvertreter rangiert. Sie fuchteln vor Greenscreen-Leinwänden herum wie verkappte Dirigenten ohne Orchester. Dabei stellen sie unter Beweis, dass sie jede noch so blöde Region in Good Old Germany mit Namen persönlich kennen.
Sie erzählen von irgendwelchen Gründen, warum es kalt oder heiß ist. Dabei schieben sie die Verantwortung meist auf eine kleine portugiesische Inselgruppe im Atlantik, genannt die Azoren. Deren Hoch bläst uns demnach meist den Wind um die Ohren, warum auch immer. Und die Kaltfront aus Skandinavien versaut uns den Sonntagspaziergang.
Meteorologen sind oft auch lustige Kerlchen oder halten sich zumindest dafür. Dies drücken sie oft in ihrer Kleidung aus - zum Beispiel gepunktete Fliege - oder haben Stofftiere dabei, beispielsweise Frösche (Wetter-Frösche, blinzel …). Sie sind extrem fröhlich, wenn sie sonniges Wetter ansagen dürfen und machen einem Mut, wenn es denn kalt und regnerisch werden soll. Als ob ich Trost brauche von so einer Triefnase. Vielleicht stehe ich ja auf Seitenwind und Orkanstärken. Das ist meine Sache, basta.
Aber es ist ja eh egal, was sie einem da so als Wetter von morgen oder übermorgen andrehen wollen. Entweder es ist so generisch beschieben, dass jeder etwas für sich rausfischen kann, so in etwa: „Morgen wechseln sich sonnige Abschnitte mit dichter Bewölkung und Sturmböhen ab“ - toll oder!? Alternative: klare Vorhersagen - die dann nicht eintreten. Hier bei uns im Voralpenland schaffen es die Klima-Dilettanten, sogar das aktuelle Wetter falsch anzusagen.
Ich mache es mir ganz einfach: Ich glaube ihnen nie, nicht einmal wettertechnische Rückblicke. Das verringert den Erwartungsstress und schützt vor Enttäuschungen. Dann regnet’s eben, ist doch mir egal. Ich lasse mir von Petrus nicht vorschreiben, ob ich nun indoor oder outdoor Spaß haben werde. Und schon gar nicht von einem der beruflichen Wolkenglotzer: Die wollen mir erzählen, wie sich die Klimakatastrophe in 20 Jahren auswirkt. Und können mir nicht einmal zuverlässig sagen, ob es bei mir heute Abend regnet.
Diese meteorologischen Luschen.



Comments