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Betrifft: Lebensmittel


Sebastian Lege ist ein lustiger pummeliger ZDF-Star mit rollenden Augen und rundem Bauch. Stets moderiert er fröhlich und begeistert. Doch der Inhalt, über den er berichtet, erzeugt bei den meisten Zuschauern heftigen Brechreiz und geschmacklichen Ekel: Convenience-Futter aus dem Supermarkt und Leckereien aus den Fast-Food-Stores. Was oft gleichbedeutend ist mit: billigem Zucker, Fett, Salz, Wasser - und jede Menge Chemie. Pfui Deibel.


In meiner Schulzeit habe ich es geliebt, zur Pause beim Händler um die Ecke den guten, von Mayonnaise triefenden Homann Fleischsalat in mich reinzustopfen. Lecker. Heute weiß ich, dass im Fleischsalat gar kein Fleisch drin ist, sondern zermahlene Reste aus Knorpel, Fett, Sehnen und andere Unappetitlichkeiten. Hammer, oder? Sehen kann man das unter dem Mikroskop. Da ist alles komplett zerfasert, völlig ohne Gewebestruktur. Eine verdickte Paste aus Tier-Resten, Salat, Wasser und bäh.


Sorry, da müssen wir jetzt durch. Meine KI erzählt mir: „Ein Beispiel für die Zutaten eines industriell hergestellten Fleischsalats sind: 34% Fleischsalatgrundlage (Schweinefleisch, Speck, Wasser, Speisesalz, Kartoffelstärke, Gewürze, Aroma, Stabilisatoren: Natriumcitrate, Diphosphate; Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren; Glukosesirup, Säuerungsmittel: Citronensäure; Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Natriumascorbat; färbende Lebensmittel: Rote Betesaft, Paprikaextrakt; Säureregulatoren: Natriumlactat, Natriumacetate; Konservierungsstoff: Natriumnitrit), Rapsöl, 16% Gurken, Wasser, Invertzuckersirup, Hühnereieigelb, Branntweinessig, Zucker, Speisesalz, Säuerungsmittel: Weinsäure (L+), Citronensäure; Senfsaat, pflanzliches Eiweißhydrolysat (enthält Soja), Gewürze“


Und on top: „Es ist auch wichtig zu beachten, dass industriell hergestellter Fleischsalat oft zusätzliche Zutaten wie Brät enthält. Einige Produkte können nur 7,5 Prozent hochwertiges, reines Muskelfleisch enthalten, während der Rest aus Speck, Fett und Sehnen bestehen kann.“ Guten Appetit.


Aber das Pseudo-Fleischgewöll ist nur ein Beispiel für den Verbraucher-Beschiss bei bearbeiteten Lebensmittel. Die Reihe ist endlos: geschmacksneutrale Cordon Bleus mit Unmengen von Panade und wenig Fleisch aus der Tiefkühltruhe, Tiefkühl-Pizzas mit analogem Käse und analogem Fleischersatz, Nutella mit billigem Palmöl, Milchschnitten ohne Milch …


Wir zahlen einen hohen Preis für unsere niedrigen Lebensmittelpreise: statt Qualität bekommen wir zu viel Salz, Zucker, billiges Fett, Geschmacksverstärker und jede Menge Pulver aus den Chemielaboren der Lebensmittelgiganten von Nestlé, Danone und Co. Und trotzdem greift die Mehrzahl aller deutschen Konsumenten im Zweifelsfall nach den billigen verarbeiteten Produkten mit tollen Fake-Bildern.


Selber schuld. 

 
 
 

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