top of page
Search

Betrifft: Italien

Updated: Aug 25, 2022


Ach, Italien ist sooo toll: lecker Essen, toller Wein, dolce vita und dolce far niente - das Leben in Bella Italia kann sowas von schön sein. Wenn es keine Italiener geben würde. Diesmal aus der Blog-Reihe: ‚Wir beleidigen kleine Nachbarvölker‘.


Es geht eigentlich ganz sanft los: mit Italienern, die gar nicht aussehen wie Italiener und auch nicht so klingen. Man nennt sie Südtiroler, Beute-Italiener vom Hitler-Freund Mussolini, der kleine dicke Glatzkopf mit den albernen Kopfbedeckungen. Ihre Sprache krächzt recht heftig, ihr Wein ist so lala und das Essen nicht vom Diätisten des Vertrauens empfohlen. Sie sehen aus wie Oberbayern und singen auch so fürchterliche Lieder.


Dann, beim Mäandern Richtung Süden, trifft man auf den gemeinen Lombarden in Form des schnöseligen Milanesen: trägt Tag und Nacht Sonnenbrille, baggert deutsche Blondinen an und ist am Italiener-Wochenende auf der Wies’n breit wie die Strada del Sole. Er verachtet den Rest seiner Landsgenossen, und diese tiefe Emotion wird ihm von seinen Landsleuten 1:1 zurückgespielt.

Weiter im Süden kommt man in die Toscana, wo man auf Schritt und Tritt auf SPD-Politiker trifft. Das Florentiner-Steak schafft kein normal gebauter Mensch, der vielbesungene Chianti-Wein ist vergleichbar mit einem süffigen Trollinger (bäh!) und die Preise sind ganzjährig gaga.


In Rom trifft man auf sehr viele Touristen und sehr wenige Römer, die angeblich ziemlich arrogant sind - das steht ja auch schon so in den Asterix-Heften. Hier liegt auch die Grenze zwischen Zivilisation und Mezzigiorno, auf deutsch: Mafia-Land. Nördliche Hochburg ist Napoli, ein dauerhupender, stinkender und korrupter Haufen Beton-Müll.


Den Menschen im Mezzogiorno sagt man nach, sie seien eigentlich exilierte Griechen, was man an den dominanten Nasenformen durchaus nachvollziehen kann. Dummerweise gilt das auch für die korrupte Grundcharkteristik, zum Glück gilt es nicht fürs Essen und Trinken.


Hier im Süden wohnen die besten Drogen-Verticker (N’Drangheta), die erfolgreichsten Menschenhändler (Cosa Nostra) und die engagiertesten Umweltschänder (Camorra). Da ist man hier echt Weltspitze und sehr international ausgerichtet.

Ist das jetzt ungerecht? Gibt es nicht ganz tolle Italiener, die hilfsbereit und fremdenfreundilch unterwegs sind? Haben die Italienerinnen nicht rasante Körperformen? Hält Luigi vom Ristaurante Tiberio nicht immer die Tür auf und verbeugt sich tief? Jaja, klar gibt’s das.

Aber es gibt halt vor allem auch die anderen Katzlmacher, wie man sie in Bayern so nett bezeichnet. Die versuchen einen permanent übers teutonische Ohr zu hauen. So kostet ein Espresso auf dem Piazza San Marco in Venedig ganze 15 Euronen. Und die Autostrada durch Kalabrien ist das teuerste Bauprojekt der EU ever - und nach 50 Jahren immer noch nicht fertig.


Wie gesagt: Italien könnte so schön sein …




 
 
 

Comments


Designed by SCHOSCHWORX 2023

bottom of page