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Betrifft: Hunde

Updated: Feb 11, 2023


Der Hund ist ja bekanntlich der beste Freund des Menschen, und das seit mehr als 15.000 Jahren. Herzlichen Glückwunsch. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde. Denn die vierbeinigen Zeckenmatten sind dämlich, laut, sie stinken und sind umwelttechnisch nicht mehr verantwortbar. Wir müssen reden.

Christian Eling, Moderator der Sendung extra3, hat ganz Recht: Hunde sind völlig sinnlos: „Und was ist das für eine Freundschaft - der eine kackt in den Wald, und der andere rennt ihm mit einer Tüte nach und sammelt seine Exkremente. wieder auf.“ Eine saubere Freundschaft ist das.

Ihr penetranter Spieltrieb ist recht einfältig: ein Stöckchen, ein Tennisball oder ein Frisbee, und schon geht die Luzie ab. Wenn sie dann das Corpus delicti schwer befeuchtet zurückbringen, rangeln sie ein wenig mit Herrchen oder Frauchen um das triefende Flugobjekt - was für ein tierischer Spaß. Ein Dauerbrenner. Ein Evergreen. Na ja, stimmt inhaltlich nicht ganz, denn in der Steinzeit gab es meines Wissen noch keinerlei Tennisbälle oder Frisbees. Aus Stein wären die eh nicht weit geflogen.


Und dann dauernd diese nervige Hechel-Atmung. Wenn wir Menschen uns erhitzen, dann schwitzen wir eben und riechen ein wenig streng, aber unsere befellten Köter-Freunde grinsen breit, lassen ihren Gesichts-Waschlappen bis zum Boden runterhängen und schnaufen dabei, was das Zeug hält. Dies erzeugt alles in allem einen extrem dümmlichen Gesichtausdruck - wenn das ein Mensch täte, hätte er schnell soziale Akzeptanzprobleme. Apropos riechen: es gibt nun mal nichts Schlimmeres als den Gestank nach nassem Hund. Pfui Deibel.


Mit dem domestizierten ex-Wolf kam auch der Sabber in die Welt. Wuffi trenzt, wenn er sich freut, wenn er traurig ist, wenn er sauer ist, wenn er hungrig ist, wenn er furzt - und manche Köter-Exemplare geifern auch beim Pennen ihre Speichel-Sekrete aus den Lefzen. Es ist ein feucht-unfröhliches Grauen.


Hunde passen zudem auch überhaupt nicht mehr in unsere Zeit - als uneinsichtige Gegner veganer Ernährung. Sie verhalten sich inkorrekt und sexistisch, wenn sie ihre tropfenden Schnauzen in den Schritt des verschreckten Besuchers stecken und sein Bein anschließend als Begattungsopfer missbrauchen. Das bedeutet eindeutig: der will nicht nur spielen.


Oder in den Worten von Christian Eling: „Der Hund hat Eigenschaften, die man sich von den Menschen wünscht? Ach ja?! Ich habe mir noch nie in meinem ganzen Leben von einem Menschen gewünscht, dass er mir zur Begrüßung im Schritt herumschnüffelt, mir danach auf den Teppich kotzt und dann das Erbrochene wieder auffrisst.“


Aber vielleicht ist ja ein klein wenig Neid in meinem flammenden Replik gegen die mobilen Flohzirkusse (ist das wirklich die Mehrzahl von ‚Zirkus‘?). Denn der Sabber-Fred kommt mit wenigen Vorgaben im Leben aus („sitz!“ „platz!“, „fass!“, „aus!“) und muss ansonsten nur fressen, pennen, kopulieren, das Beinchen heben, auf dem Gehweg notdurften, Pfötchen geben und sich seine Eier lecken. Aber warum tut er das nur?


Weil er es kann.


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