Betrifft: Ekel
- georgunbehaun
- Aug 26, 2023
- 3 min read

Ich habe seit Jahren ein Taschenbuch, das ich mittlerweile schon viermal gelesen habe, so informativ und anregend ist es. Meines Erachtens sollte dieses Meisterwerk auf jeder Toilette als Pflichtlektüre ausliegen. Ein besonders schönes Kapitel widmet sich der fantastischen Welt der Tiere - und schildert Tatsachen, die man nie wissen wollte. Hier also: „10 Vertreter des Tierreiches, die sich kaum für Zeichentrickfilme eignen.“
Der Kandiru ist eine kleine Welsart, die als Parasit größerer Fische im Amazonas lebt und durch den Geruch von menschlichem Urin im Wasser angelockt wird. Leider verwechselt der Fisch Menschen männlichen Geschlechts oft mit großen Fischen und dringt durch den After in deren Darm ein. Danach sucht er sich einen Weg zum Penis und fährt dort seine Stacheln aus. Das Opfer bekommt unerträgliche Schmerzen und fährt am besten sofort ins Krankenhaus, wo es einen Chirurgen bitten sollte, ihm den Penis abzuschneiden.
Wenn Kröten sich übergeben, sind ihre emetischen Reflexe so stark, dass sie nicht nur den Inhalt ihres Magens ausspucken, sondern auch gleich den Magen selbst. Er hängt der Kröte dann zum Maul heraus, wird aber gleich wieder hinuntergeschluckt.
Der etwa 15 Zentimeter lange Plattwurm Artioposthia triangulata ernährt sich, indem er sein Opfer mit einem Enzym bespuckt, das bewirkt, dass es erst bewusstlos wird und sich dann zu einer Art Suppe auflöst. Wenn er seine Nachkommen zur Welt bringt, öffnet sich ein Spalt auf dem Rücken, aus dem ein kleines Ei herausfällt. Für den Fall, dass einem dieser Plattwurm über den Weg läuft, sollte man etwas Salz bei sich haben und ihn damit bestreuen. Man kann ihn aber auch durch einen beherzten Tritt mit dem Fuß töten.
Der rücksichtsloseste Vergewaltiger in der Tierwelt ist eine Schmarotzerwespe. Sie lebt im Innern eines grünen Käfers, der sich ausschließlich vegetarisch ernährt. Wenn der winzige Parasit geboren wird, wartet er neben den noch nicht ausgeschlüpften Eiern seiner Schwestern, die er in dem Moment vergewaltigt, in dem sie aus dem Ei kommen.
Aufgrund seiner ballaststoffreichen Ernährung - er frisst bis zu 14 Stunden am Tag fast ausschließlich Bambus - hat der Riesenpanda bis zu 48mal am Tag Stuhlgang.
Wenn Berggorillas an einem kalten Tag Lust auf eine warme Mahlzeit haben, fressen sie häufig ihren eigenen Kot.
Der Marienkäfer ist das einzige Insekt, das an einer sexuell übertragenen Geschlechtskrankheit leidet. Die Infektion äußert sich in lästigen Läusen, die bei den bis zu dreistündigen Sexorgien der Marienkäfer übertragen werden.
Aufgrund eines Versäumnisses von Mutter Natur wird ein Wanzenweibchen ohne Geschlechtsorgan geboren. Das Wanzenmännchen hat einen spitzen Penis, mit dem es ein Loch in die Eingeweide seiner Partnerin bohrt und dann seinen Samen in deren Blutkreislauf ablegt. Wenn das Wanzenweibchen kein Menschenblut findet, von dem es sich ernähren kann, frisst es ohne Gewissensbisse den Samen des Männchens.
Die Art und Weise, in der der Floh Xenopsylla cheopsis die Beulenpest von der schwarzen Ratte auf Menschen überträgt, ist besonders unappetitlich. Der Pestbazillus wird über den Blutkreislauf der Ratte weitergetragen, wo er sich mit rasender Geschwindigkeit vermehrt. Der Floh ernährt sich vom Blut dieser Ratte, wobei die Bakterien übertragen werden und sich im Magen des Flohs zusammenballen. Der Floh »verstopft« und wird immer hungriger. Wenn er versucht, sich vom Blut eines warmblütigen Menschen zu ernähren, ist seine Speiseröhre derart gedehnt, dass er infiziertes Blut aus seinem Magen in die offene Wunde spuckt. Wenn ein Floh frisst, entleert er gleichzeitig seinen Darm und gibt mit seinem Kot auch Bakterien ab. Nach einem Flohbiss kratzt sich das Opfer auf der Wunde und verteilt dabei den mit Bakterien infizierten Kot großflächig auf der Haut.
Wenn eine Seegurke in Panik gerät oder an Verstopfung leidet, stülpt sie ihr Inneres nach außen - sie stößt dann Fortplanzungs- und Atmungsorgane ab, die durch den Anus ausgeschieden werden.
Darauf einen Magenbitter!



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