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Betrifft: Bundeswehr


Ich habe gedient, jawoll. Fünfzehn Monate meines damals jungen Lebens habe ich der Verteidigung meines Vaterlandes geschenkt. Vor ein paar Jahren wurde beschlossen, die Wehrpflicht in einen Dornröschenschlaf zu versetzen. Dank Putin wird momentan überlegt, die nun wieder zum Leben zu erwecken. Sinnvoll? Falsche Frage: Es bleibt uns gar nichts anderes übrig.


Meine Zeit in olivgrün war nicht gerade prickelnd, eher eine ziemliche Zeitverschwendung. Man saß viel, man aß viel und war stets bemüht, sich seine kleinen Vorteile zu verschaffen. So richtig verteidigt habe ich mein Vaterland nicht, ehrlich gesagt. War auch nicht so nötig wie heute, denn der kalte Krieg zog sich langsam zurück und der Iwan schaute immer weniger bedrohlich aus.


Da hat sich dann doch so einiges geändert. Heute ist die Russische Föderation ein eklatanter Gefährder des Weltfriedens. Unsere osteuropäischen Nato-Partner zittern vor dem russischen Bären, Finnland und Schweden sind wegen der Bedrohung neue Mitglieder geworden - gleichzeitig schwächeln die Franzosen in Sachen Nato-Solidarität ganz gewaltig, ganz zu schweigen von dem Brandstifter Trump, der die Axt ans Bündnis legen will.


Keine guten Aussichten für die Bundeswehr. Denn ob wir wollen oder nicht: Deutschland rückt damit ins Zentrum der Anstrengungen in Europa, Putin zurückzuhalten. Das schaffen wir weder mit den derzeitigen finanziellen Ausrüstung noch mit den geringen Zahlen an Soldaten. Um unsere Freiheit zu erhalten, müssen wir wieder eine Wehrpflicht einführen, zumindest selektiv.


Freiheit gibt’s nicht umsonst. Wir werden alle unseren Beitrag leisten müssen - die einen finanziell, die anderen eben in Person. Und die bereit sind, für unsere Unabhängigkeit zu kämpfen, ohne Kompromisse. Denn ich will nicht in einem Land leben, das unter der Fuchtel eines russischen Diktators leben muss. Das ein Schicksal teilen muss von anderen unterdrückten Ländern wie Tschetschenien oder in den russisch besetzten Regionen der Ukraine.


Dann lieber kämpfen.

 
 
 

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