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Betrifft: Benehmen


In dem klugen Buch „Lexikon der Geschmacklosigkeiten“, aus dem ich schon einmal zitiert habe, findet sich auch ein Kapitel über das Benehmen. Wenn man das so liest, kommt man sich so richtig kultiviert vor - und irgendwie ein wenig langweilig.


  1. Gesund abnehmen: Die britische Etikette schreibt vor, dass alle Männer in Gegenwart des Königs bzw. der Königin ihren Hut abnehmen müssen. Ausgenommen hiervon sind lediglich Männer, die an Scherpilzflechte leiden.

  2. Feuchte Hingabe: In Nepal wird von den Frauen der Narikot erwartet, dass sie ihren Ehemännern die Füße waschen und das schmutzige Wasser hinterher als Zeichen der Hingabe trinken.

  3. Flüssige Freude: Angehörige des Massai-Stammes begrüßen sich in der Regel dadurch, dass sie sich gegenseitig anspucken.

  4. Familiär berührend: Im England des 16. Jahrhunderts war es üblich, dass Männer ihre weiblichen Gäste begrüßten, indem sie ihnen die Brüste streichelten - allerdings mussten sie miteinander verwandt sein.

  5. Anstrengendes Ehrenamt: Bis vor etwa hundert Jahren war es für wohlhabende Ägypter üblich, einen Diener zu bezahlen, damit dieser in der Hochzeitsnacht die Ehe vollzog. Daher rührt auch das alte arabische Sprichwort: »Eine Frau für die Pflicht, einen Knaben für das Vergnügen, aber eine Melone für die Verzückung.«

  6. Halsbrecherisch: Nach einem alten jüdischen Gesetz ist Mundgeruch ein Scheidungsgrund.

  7. Studentenfutter: Kannibalen auf den Fidschi-Inseln aßen in der Regel mit den Fingern, aber aus Respekt vor den Toten benutzten sie immer dann eine rituelle Gabel aus Holz, wenn es Mensch zum Essen gab.

  8. Rektal disponibel: Nach einem alten indischen Gesetz der Manu konnte jedem, der in Gegenwart des Monarchen einen fahren ließ, die ‚vier Buchstaben‚ amputiert werden.

  9. Offiziellen Statistiken zufolge werden in Tokio jährlich 24 Menschen durch schwere Schädelbrüche verletzt, wenn sie sich wie üblich zur Begrüßung voreinander verbeugen.

  10. Aufgrund des strengen spanischen Hofzeremoniells lässt man spanische Monarchen nach ihrem Tod einige Tage lang absichtlich verwesen, bevor sie in der Gruft im Escorial bestattet werden, um deutlich zu machen, dass auch Könige »ganz gewöhnliche« Menschen sind.

Man sollte zur Auflockerung manche der Tipps einfach mal im Alltag testen.



 
 
 

1 Comment


Steffi F.
Steffi F.
Nov 04, 2023

wieder was gelernt! Danke Schorsch!


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